Gesund mit Kräutern

Gesund mit Kräutern

Lavendel
© Pixabay

Die Mönche in den Klostergärten bemerkten es zuerst: Kräuter hatten anscheinend eine Wirkung auf das Gedeihen von Obst und Gemüse. Sie beobachteten, führten Buch, probierten aus und gewannen so Erkenntnisse, um Kräuter gezielt einzusetzen. Heute wissen wir durch die Forschung, dass Kräuter Duft- und Aromastoffe freisetzen, die andere Pflanzen positiv in ihrer Entwicklung beeinflussen können.

Was für uns Menschen erwiesenermaßen gilt, gilt ebenso für unsere Gartenpflanzen. Kräuter können mit ihren wertvollen Inhalts- und Aromastoffen dazu beitragen, andere Pflanzen zu heilen und zu stärken und Schädlinge abzuwehren. Nutzen Sie also die natürliche Kraft der Kräuter als Gesundheitspolizei in Ihrem Garten.

Kräuter gegen Läuse

Ein ganz einfaches Beispiel ist die Kapuzinerkresse, die – um Obstbäume gepflanzt – diese nicht einmal direkt beeinflusst, sondern dadurch, dass sie die Schädlinge von ihnen lockt, das Wachstum verbessert.

Auch Ringelblumen im Bauerngarten sehen nicht nur hübsch aus, sondern schützen das Gemüse, indem sie gegen Nematoden (Fadenwürmer) helfen, die das Gemüse an den Wurzeln angreifen und so die Ernte reduzieren. Ähnlich wie Tagetes sorgen sie für gesundes Gemüse.

In ähnlicher Weise verhalten sich auch Rosen und Lavendel. Die so attraktive Kombination hat ihren Ursprung in der Tatsache, dass der Lavendelduft die Läuse von den Rosen fernhält. Auch Ameisen mögen den Lavendelduft ganz und gar nicht.

Pfefferminze und Tomaten

Eine andere Pflanze, die allerdings mit ihren ätherischen Ölen nicht nur die Entwicklung, sondern auch den Geschmack von Gemüse positiv beeinflusst, ist die Pfefferminze. Neben Tomaten, Kartoffeln oder auch Obstbäume gepflanzt, entwickelt sie sich prächtig und steckt die Nachbarn mit ihrer Wachstumsfreude förmlich an. Auch neben Bohnen entfaltet die Minze ihr Aroma und vertreibt Schädlinge.

Tomatenpflanze
Tomatenpflanze – © Envato Elements

Bohnen und das Kraut

Und jetzt kommt eine Kombination, die Sie bestimmt kennen: Bohnen und Bohnenkraut. Wenn man’s nicht schon wusste, konnte man es sich ja beinahe denken, denn die Namensverwandtschaft rührt nicht alleine daher, dass ein Stängel Bohnenkraut zu Bohnengerichten gehört, um sie wohlschmeckend und bekömmlich zu machen. Besonders als Nachbarpflanze hat das Bohnenkraut eine sehr gute Wirkung auf die Entwicklung der Bohnenpflanzen. Auch Salat und Rote Beete profitieren von dem herben, würzigen Duft den das Kraut verströmt.

Gurken und Fenchel

Eine gar nicht so glückliche Kombination bilden dagegen Fenchel und Tomaten, während Gurken und Salat ihn durchaus gerne mögen und seine Gesellschaft mit guter Entwicklung quittieren. Buschbohnen dagegen lieben den süßlichen Fenchelduft nicht besonders und reagieren wie Tomaten mit gebremstem Wachstum.

Dill und Borretsch

Dill ist ein Tausendsassa, der sein bestes gibt, um seine Nachbarpflanzen glücklich zu machen. Er vertreibt Schädlinge und Ungeziefer und verstärkt durch seinen aromatischen Duft den Geschmack der Gemüsepflanzen.

Borretsch zieht mit seinen intensiv-blauen Strahlenblüten Bienen geradezu an und sollte deshalb vor allem in die Nähe von Obstbäumen gepflanzt werden. Auch die Zitronenmelisse gilt als wahre Bieneweide.

Dill
Dill – © Envato Elements

Kräuter als Hecke

Auch Petersilie lässt sich hervorragend zu einer kleinen Hecke pflanzen, die um ein Beet mit Tomatenpflanzen gesetzt werden kann. So erhalten Sie kräftige und gesunde Früchte, die ein ganz ausgezeichnetes Aroma haben. Auch mit Basilikum, Knoblauch und Schnittlauch lassen sich kleine Hecken setzen, die Ihnen einerseits einen ständigen Nachschub an frischen Küchenkräutern gewähren und andererseits zum guten Aroma der heranwachsenden Gemüsesorten beitragen. Übrigens hält Basilikum auch die Fliegen fern. Probieren Sie es in der Wohnung einmal aus.

Knoblauch

Das Alliin, sowie die stark ätherischen Öle des Knoblauchs sind nicht nur für die Gesundheit des Menschen zuträglich, sondern helfen auch anderen Pflanzen. Gegen Mehltau bei Rosen soll z.B. ein Ring aus Knoblauch helfen, der dann auch direkt die Läuse fern hält. Auch um das Erdbeerbeet kann eine solche Hecke gezogen werden, damit keine Schädlinge die süße Ernte vernichten.

Tipp

Zum besonderen Schutz vor Schädlingen kann man um sein Gemüsebeet eine kleine „Hecke“ aus Lavendel, Thymian, Salbei und Ysop setzen. Angenehmer Nebeneffekt: Die Kräuter bereichern Salat und Gemüse auch bei der Zubereitung.

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