Tomate

Tomaten
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Dieses Nachtschattengewächs, welches in Österreich auch Paradeiser genannt wird, wurde bis ins 19. Jahrhundert hinein noch Liebes- oder Goldapfel genannt. Es handelt sich bei der Tomate eigentlich um eine Beere, deren Frucht als Gemüse verwendet wird. Tomaten finden in vielen Rezepten eine Anwendung, lassen sich relativ schnell und einfach auch zuhause anbauen und gehören zu […]

Dieses Nachtschattengewächs, welches in Österreich auch Paradeiser genannt wird, wurde bis ins 19. Jahrhundert hinein noch Liebes- oder Goldapfel genannt. Es handelt sich bei der Tomate eigentlich um eine Beere, deren Frucht als Gemüse verwendet wird.

Steckbrief

Fachbegriff: Solanum lycopersicum

Wuchshöhe: 20 - 200 cm

Standort: sonnig, warm

Aussaat: März - April

Keimdauer: ein - zwei Wochen

Auspflanzen: ab Mitte Mai

Erntezeit: Juli - Oktober

Tomaten finden in vielen Rezepten eine Anwendung, lassen sich relativ schnell und einfach auch zuhause anbauen und gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten Europas.

Beschreibung

Bei der Tomate handelt es sich um eine krautartige Pflanze, selten hält sie länger als ein- maximal zwei Jahre. Sie kann bis zu 4 Meter hoch werden und ihr Stengel hat einen Durchmesser von 10 – 14 mm. Die Blätter der Tomatenpflanze sing grün, behaart und laufen zur Spitze hin spitz zu, die Tomatenblüte ist weiß bis gelb. Bei den Früchten der Tomatenpflanze handelt es sich um Beeren, normalerweise haben die Früchte einen Durchmesser von 1,5 bis 2,5 cm, kultivierte Sorten können einen Durchmesser von bis zu 10cm bekommen.

Geschichte

Die Tomatenpflanze stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, vermutlich wurde sie durch Columbus nach Europa gebracht. Über Spanien und Italien verbreitete sich die Tomate mit den Jahrhunderten in Europa, bis sie schließlich zu der Tomate und deren Sorten kultiviert wurde, wie wir sie heute kennen.

Sorten

Fleischtomaten

Die wohl bekannteste unter den Tomatensorten ist die große Fleischtomate. Es ist derzeit keine andere Tomatensorte so ertragreich und vor allem groß, wie die Fleischtomate. Sie ist mit einem Durchmesser von etwa 10cm wirklich groß und kann, je nach Sorte, bis zu 1.000 gramm wiegen. Zu den bekanntesten Untersorten der Fleischtomate zählen unter anderem: Grüne Helarios, Schwarzer Prinz, Great White, Sandul Moldovan und Country Taste. Die leichtesten dieser Fleischtomatensorten ist die Great White mit nur 150-200 gramm, die schwereste die Coutry Taste mit bis zu 500 gramm.

Stabtomaten

Diese Sorte kommt mit den meisten Untersorten und diese bringen einzelne Tomaten von etwa 100g hervor. Die Tomatenpflanzen der Stabtomate müssen an einen Stab gebunden werden, um nicht abzuknicken. Die bekanntesten Sorten unter den Stabtomaten sind: Harzfeuer, Picolino, Berner Rose und Sacher F1. Die kleinsten Tomaten erntet man bei der Sorte Harzfeuer mit nur 60-80 gramm. Die größten und schwersten mit der Tomatensorte Berner Rose.

Cocktailtomaten

Diese Tomatensorten werden gern für den Eigengebrauch angebaut. Sie wachsen und gedeihen sowohl im Gewächshaus als auch auf dem Balkon und im Garten. Diese Sorten zählen zu den bekanntesten unter den Cocktailtomaten: Capriccio, Stupice, die kleinen Mohren, Splash of Cream und Carabobo. Die kleinsten und leichtesten sind die Splash of cream mit gerade mal 50 gramm.

Buschtomaten

Buschtomaten werden wegen ihres buschigen Wachstums auch als Strauchtomaten bezeichnet. Die Buschtomaten sind die wohl bekanntesten und vor allem pflegeleichtesten Tomaten. Zu den bekanntesten gehören: Balkonstar, Indian Mayan, Gold Nugget, Hoffmanns Renita und Dubok. Die Wuchshöhe betrögt bei Buschtomaten nie mehr als 100cm.

Wildtomaten

Keine vorher genannte Tomatensorte ist so resistent und pflegeleicht zugleich, dabei haben sie geschmacklich keinerlei Einbußen, ganz im Gegenteil. Zu den beliebtesten Sorten der Wilden Tomate zählen: Humboldtii, Mexikanische Wildtomate, Galapagos, Gelbe Johannisbeertomate und die Red Currant.

Pflege

Tomaten brauchen viel Wasser, zu wenig Wasser schadet allerdings ebenso viel, wie eine Überwässerung. Bei der Tomatenpflanze erkennt man ganz einfach, wenn sie zu wenig Wasser hat: Sie rollt die Blätter ein, dann ist es allerhöchste Zeit zu gießen. Versäumt man dies, kann es dazu führen, dass die Früchte platzen. Tomaten wachsen zwar problemlos allein in guter Erde und bei guter Bewässerung, allerdings zählen die Pflanzen zu den starkzehrenden. Sie benötigen schlichtweg viele Nährstoffe aus dem Boden und für eine wirklich ertragreiche Ernte ist der richtige Dünger für Tomatenpflanzen unverzichtbar. Die meisten Tomatenpflanzen benötigen zudem eine Rankhilfe, um nicht nach kurzer Zeit schon umzuknicken. Ein weiterer Tipp, um möglichst große und schöne Früchte ernten zu können ist das Ausgeizen. Durch das Entfernen neuer Triebe und Blattachsen, steckt die Pflanze dann alle Energie ist das Wachstum der Früchte.

Krankheiten / Schädlinge

Gemüseeule

Dieser kleine braune Falter, auch Tomatenmotte genannt, schadet der Tomatenpflanze im Larvenstadium. Die Raupe ist etwa 4cm groß, grün-blaumit feinen gelben Streifen und ist gut erkennbar. Sie fressen sich durch die Blätter und hinterlassen dort auch ihre Ausscheidungen, weiter können sie sich in die Früchte fressen und dort die gesamte Tomate aushöhlen.

Spinnmilben

Bei diesen Milben handelt es sich um den am weitesten verbreiteten Schädling der Tomatenpflanze. Man erkennt sie kaum, aber an den feinen Spinnfäden lassen sie sich dennoch identifizieren. Sie verursachen Chlorose an den Blättern, unübersehbare Saugstellen und in Folge dessen schließlich vertrocknete Blätter.

Thripse

Die Thripse werden auch Blasenfüße oder Fransenflügler genannt. Sie werden etwa 1-3 mm groß und sind nicht immer schnell zu erkennen. Sie ernährt sich vom Saft der Blätter und gelten als Krankheitsüberträger. Da die Thripse von Pflanze zu Pflanze übergehen können, ist ein Befall von gleich mehreren Pflanzen häufig der Fall. Sie hinterlassen winzige weiße Pünktchen auf den Blättern und Sprenkelungen auf der Frucht. Ebenso finden sich die Hinterlassenschaften auf befallenen Tomatenpflanzen. Es kommt in der Folge zu Wachstumsverzögerungen und schließlich zur Verkrüppelung der Triebe.

Tomatenminiermotte

Auch bei diesem Schädling sind es eigentlich die Larven, die für Probleme an der Pflanze sorgen. Sie fressen sich durch das Blattwerk und vor allem die noch grünen Tomaten und verursachen in der Folge Wachstumsverzögerungen und lassen die Ernte schlechter ausfallen.

Tomatenminierfliege

Die Larven dieser sehr kleinen Fliege ernähren sich vom Pflanzensaft der Tomatenpflanze und fressen sich dafür durch das gesamte Blattwerk. In Folge werden die Früchte nicht mhr ausreichend mit Nährstoffen versorgt und die Ernte ist gefährdet.

Tomatenrostmilbe

Diese Milbenart ist so winzig, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Wo auch das Problem liegt, denn ehe man sie anhand von gelb verfärbten Blättern, braunen Haupttreben und verkorkten Früchten feststellt, ist die Pflanze und auch umliegende Pflanzen bereits nicht mehr zu retten. Die Tomatenmilbe wird von Blattläusen übertragen und schädigt so auch andere wie z.B. Kartoffeln.

Weiße Fliege

Die etwa 1-3 mm große Fliege, die eigentlich zu den Mottenschildläusen gehört, befällt vor allem im Gewächshaus oder Wintergarten angepflanzte Tomaten. Gefährlich sind hier wiedermal die Larven und nicht die Fliege. Sie ernähren sich vom Pflanzensaft und scheiden daraufhin Honigtau aus, woraufhin sich Rußtaupilze bilden können.

Nährwert

Nährwert pro 100 g Tomaten, roh

Brennwert84 kJ (20 kcal)
Wasser93 bis 95 g
Eiweiß1 g
Kohlenhydrate4 g
Zucker2,6 g
Ballaststoffe1,2 g
Fett0,3 g
Vitamin B10,09 mg
Vitamin B20,04 mg
Vitamin B30,5 mg
Vitamin C38 mg
Calcium11 mg
Eisen0,6 mg
Magnesium10 mg
Natrium3 mg
Phosphor27 mg
Kalium280 mg
Zink0,24 mg

Häufige Fragen

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